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Epigraphische Photothek

Neben der Literatursammlung wird eine internationale Dia- und Photothek aufgebaut (derzeit etwa 15.000 Aufnahmen, darunter ca. 8.000 Dias), die primär schriftkundliche Interessen verfolgt und sowohl als Anschauungsmaterial dient als auch für Forschungszwecke zur Verfügung steht. Der dazugehörige EDV-Katalog kann u.a. nach Standort, Inschriftengattung, Textart, Namensnennung, Beruf/Stand, Material, Datierung, Datierungsart, Schriftart, Symbol, Inschriftentechnik und Sprache abgerufen werden. Das Programm läßt darüber hinaus auch kombinierte Abfragen zu. Soweit keine Bildrechte dem entgegenstehen werden die Aufnahmen auch online zur Verfügung gestellt.

Ein Beispiel aus der Photothek spiegelt einen Aspekt der Sammlung wieder, der historisierenden Schriften und retrospektiven Tendenzen in der Schrift gewidmet ist. Die Detailansicht des Hochgrabes des hl. Erminold (+1121) in Regensburg (St. Georg in Prüfening), das kunsthistorisch um 1283 einzuordnen ist, weist eine fälschlicherweise oft in dieselbe Zeit gesetzte Umschrift in „gotischer Majuskel“ auf, die nach archivalischen Quellen wie auch anhand inschriftenpaläographischer Kriterien ins 19. Jahrhundert datiert werden muß. Die Datenbank des Lehrstuhls bietet hierzu folgende Informationen:

Abbildungsnummer: D2881 D2882 D2883 D2884 D2885 D2886
Land/Bund/Ort: D Bayern (Opf) Regensburg Prüfening
Standort: Sankt Georg
Inschriftengattung: 1 Hochgrab (a)
Beruf, Stand: Heiliger
Material: Stein
Datierung: 1121.01.06/1283/1886
Datierungsart: RZJ FK (b)
Schriftart: 26 gotische Majuskel (c)
Inschriftentechnik: vertieft
Sprache: latein
Photonachweis: Bornschl. 1995.06(2)-24-25-26-27-28-29
Literaturangabe: Dehio, Bayern V: S. 503; F.A.Bornschlegel, Epigrafické vyzkumné
(a) 1 = Grab- und Gedächtnisschrift
(b) RZJ = Römische Zahl (Jahresangabe)
FK = Christlicher Festkalender
(c) 26 = retrospektive/historisierende Schrift

D2881

D2882

Detaillierte Erfassungsrichtlinien