Inscriptiones Medii Aevi Italiae 7: Campania – Benevento

Chiara Maria Lambert: Campania – Benevento, Spoleto (Fondazione Centro Italiano di studi sull’alto Medioevo), 2026 (Inscriptiones Medii Aevi Italiae 7).  pp. XII-192, ill., ISBN: 978-88-6809-482-9. € 50,-

Der siebte Band der „Inscriptiones Medii Aevi Italiae“ – der erste des Korpus, der sich auf Gebiete Süditaliens bezieht – wurde vollständig von Chiara Lambert von der Universität Salerno herausgegeben, die eine komplexe und langwierige Forschungsarbeit zum bedeutenden epigraphischen Erbe der Stadt und der Region Benevento abgeschlossen hat. In der ersten – und nie aufgegebenen – Hauptstadt der langobardischen Macht in Süditalien vertrauten ihre wichtigsten Vertreter ihr Andenken und ihre Verehrung gerade dem Medium der Inschrift an, das textlich gekonnt gestaltet war (wie der hohe Anteil an metrischen Kompositionen zeigt), sowie in der materiellen Gestaltung (in den Trägern und grafischen Formen, die auf das Fortbestehen schriftlicher Kompetenzen hinweisen, die zudem sowohl im epigraphischen als auch im dokumentarischen Bereich zum Tragen kamen) und in der sorgfältigen Auswahl der gezielten Platzierung der Inschriften. Diese befinden sich – um es mit den Worten der Autorin zu sagen – „als Ergänzung und in Übereinstimmung mit den im Boden errichteten monumentalen Gräbern“ im Vorraum der Kathedrale, die im 9. Jahrhundert (in dem übrigens in Benevento die meisten Funde verzeichnet sind) somit zu „einer Art dynastischem Schrein“ wird. Obwohl die metrischen Lobpreisungen aus Benevento im Gesamtbild der Epigraphik des italienischen Frühmittelalters von großer Bedeutung sind, erschöpfen sie nicht das breite Spektrum des in diesem Band vorgestellten Materials, das Inschriften umfasst – darunter mehrere bisher unveröffentlichte – die über einen weiten zeitlichen Bogen verteilt sind, von der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts (die Arbeit wurde zur Zeit der ersten Konzeption der IMAI begonnen, die heute überarbeitet wurde) bis zum 12. Jahrhundert, sowie vor allem Inschriften unterschiedlicher Funktion: von den natürlich zahlreichen Grabinschriften (darunter auch Fälle von „Endotaffi“) bis hin zu Widmungs- und Gedenkinschriften und jenen, die aus verschiedenen Blickwinkeln von besonderem Interesse sind und sich auf bewegliche Gegenstände wie beispielsweise Reliquienbehältnisse beziehen (Verlagsanzeige. Übersetzung aus dem Italienischen mit DeepL.com)

 

Wulf/Dorn – Die Inschriften des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter (DI 120)

Die Inschriften des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter, bearb. von Christine Wulf unter Mitarbeit von Mona Dorn, Wiesbaden (Ludwig Reichert) 2026 (Die Deutschen Inschriften 120, Göttinger Reihe 26), 704 S., 96 Tafeln, Leinen.
ISBN: 9783752008654. EUR 89,00 (vorläufig) – ab 2.11.2026 im Buchhandel.

Der Band bietet eine kommentierte Edition von 590 Inschriften des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter, die ein historisch zusammenhängendes Territorium im südöstlichen Niedersachsen bilden. Die Texte stammen aus der Zeit vom 13. Jahrhundert bis 1650. Sie bieten zum einen vielfältige Einblicke in die Hofgesellschaft einer bedeutenden Residenz in Norddeutschland. Zum anderen stellen sie reichhaltiges Material zur Frömmigkeitsgeschichte einer ländlich geprägten Region im nördlichen Harzvorland dar, die von etwa 100 Dorfkirchen, einer kleineren Landstadt (Hornburg) und zwei Augustiner-Chorfrauenkonvente (Steterburg und Heiningen) mit einer exzeptionellen Überlieferung großformatiger Textilien geprägt ist (Verlagsanzeige).

Öffentliche Buchpräsentation des neuen Bandes „Die Inschriften des Landkreises Wolfenbüttel und der Stadt Salzgitter“ am 20. November 2026 um 18:00 Uhr in der Herzog August Bibliothek, Zeughaus, Schloßplatz 12 in Wolfenbüttel.

Um Anmeldung bis zum 13.11.2026 an inschriften@adwgoe.de wird gebeten.